Ich beschäftige mich viel mit Psychologie, mentaler Gesundheit und persönlicher Entwicklung. Vieles davon kenne und verstehe ich inzwischen ziemlich gut. Und trotzdem gibt es auch bei mir Momente, in denen ich denke: Eigentlich müsste ich es doch besser wissen.
Aber Wissen bedeutet nicht, dass immer alles sofort gelingt. Auch ich entdecke bei mir alte Muster, brauche manchmal mehrere Anläufe oder merke erst im Nachhinein, was eine Situation mit mir gemacht hat.
In meinem Leben habe ich auch manches erlebt, auf das ich gerne verzichtet hätte. Nicht alles Schwierige muss man im Nachhinein schönreden oder als etwas „Gutes“ betrachten. Und trotzdem kann ich heute bei einigen Erfahrungen sehen: Sie haben etwas in Bewegung gebracht. Ich habe Neues über mich gelernt, manches verändert und bin daran gewachsen.
Was sich mitten in einer schwierigen Zeit nur nach Belastung angefühlt hat, konnte im Rückblick auch eine Chance für Entwicklung und Wachstum werden.
Vielleicht ist genau das etwas, das uns verbindet: Wir sind alle noch unterwegs. Wir lernen, verstehen, probieren aus, stolpern, stehen wieder auf und gehen weiter.
Für mich bedeutet persönliche Entwicklung deshalb nicht, irgendwann „fertig“ zu sein. Sondern immer wieder hinzuschauen, sich selbst besser kennenzulernen und offen dafür zu bleiben, dass Veränderung möglich ist.
Das gilt für die Menschen, die zu mir kommen – und genauso für mich.